Young Researchers Symposium 2026
Am 15. Oktober 2026 sah man schon früh am Morgen viele junge Leute zum Fraunhofer-Zentrum in Kaiserslautern streben. Deren Ziel war es, sich dem Wettbewerb des 7th Young Researchers Symposium zu stellen.
Alle zwei Jahre veranstalten das „RPTU Center for Early Career Researchers (REaCh)“ zusammen mit dem „Leistungszentrum Simulations- und Software basierte Innovation“ diesen Wettbewerb, der Promovierenden aller Fachrichtungen der RPTU, der vielen benachbarten Forschungsinstitute und der Hochschule Kaiserslautern offensteht. Ziel ist es, Forschungsergebnisse nicht nur für fachfremde Personen verständlich aufzubereiten, sondern sie zudem ansprechend, informativ und überzeugend zu präsentieren. Die Räumlichkeiten des Fraunhofer Zentrums sind für Tagungen dieser Art bestens geeignet. Das sehr gut organisierte und in englischer Sprache durchgeführte Symposium wurde u. a. von Jun.-Prof. Dr. Johann-Nikolaus Seibert (stellvertretender Sprecher von REaCh), Prof. Dr. Melanie Steffens (Vizepräsidentin der RPTU für Karriereentwicklung, Diversität und Gleichstellung) sowie von Dr. Nicolas Fröhlich (Geschäftsführer des Leistungszentrums) moderiert.
Ein zusätzlicher Anreiz für die Teilnahme, deren Vorbereitung viel Zeit und Engagement erforderte, waren Preise im Gesamtwert von 6000 €. Ausgezeichnet wurden herausragende Beiträge in den Kategorien „Bester Vortrag“, „Bestes Poster“ und „Bestes Abstract“ sowie die beste Transfer-Leistung. Der Preis für das beste Poster wurde gemeinsam durch die Freundeskreise der RPTU in Landau und Kaiserslautern gestiftet. Erstmals wurde zudem der von der Industrie- und Handelskammer Pfalz gestiftete „Transfer-Preis“ für einen Beitrag vergeben, der ein besonders hohes Potenzial für gesellschaftliche oder industrielle Auswirkungen aufweist.

Die Teilnehmenden des Symposiums im Vorhof des Fraunhofer Zentrums © Fraunhofer ITWM
Es wurde ein spannender, hochinteressanter Tag, mit 16 Vorträgen (à 15 Minuten) und 25 Posterpräsentationen für deren Besuch die jeweils verantwortlichen Promovierenden in einer dreiminütigen mündlichen Vorstellung werben durften. Der Hörsaal des Fraunhofer-Zentrums war sehr gut besetzt mit den Teilnehmenden, den zahlreichen Mitgliedern der Jury für die Bewertungen, Vertretern von Sponsoren sowie interessierten Besucherinnen und Besuchern. Die lebhaften Diskussionen nach den Präsentationen zeigten das große Interesse des Publikums. Auffallend war, dass es bei etwa 20 % der Beiträge um die Chancen und Risiken des Einsatzes von KI, der sogenannten Künstlichen Intelligenz, ging. Die Mitglieder der Jury und das an der Bewertung auch beteiligte Publikum hatten die schwierige Aufgabe, aus den durchweg sehr guten Beiträgen die Besten zu bestimmen.
Den Freundeskreisen der RPTU ist es ein wichtiges Anliegen, diese Art von Veranstaltungen zu fördern. Sie geben dem vielversprechenden Nachwuchs die Chance, Erfahrungen in der Darstellung wissenschaftlicher Ergebnisse zu sammeln. Dazu gehört nicht nur die sorgfältige, auf das jeweils gegebene Publikum abgestimmte, Auswahl von Bild und Text, sondern auch die Feinheiten der mündlichen Darstellung und nicht zuletzt die Körpersprache.
Zum Abschluss des Symposiums wurde es mit der Verkündung der Preisträgerinnen und Preisträger noch einmal richtig spannend. Den Preis der Freundeskreise der RPTU („Bestes Poster“) erhielt Rébecca Loubet für ihr Poster mit der provokativen Frage „Can ChatGPT Study at RPTU?“. Um zu einer Antwort zu kommen, wurden ChatGPT seit 2023 zunächst leichte und später schwierigere Fragen aus dem Bereich der Thermodynamik vorgelegt. Ein spezielles „Training“ wurde ChatGPT zuvor nicht angeboten. Die Antworten wurden, wie bei einer ganz normalen Prüfung, bewertet. In der ersten Zeit fiel ChatGPT krachend durch. Nach der Weiterentwicklung der Fähigkeiten von ChatGPT durch die Hersteller wurden die Antworten stetig besser. Bei einem kürzlichen „Examen“ erreichte ChatGPT ein herausragendes Ergebnis. Wären die Antworten aus dem Kreis der Studierenden vorgelegt worden, wäre das Prädikat „one of the best students ever at the RPTU“ gerechtfertigt gewesen.

Übergabe des Preises der beiden Freundeskreise der RPTU für das beste Poster an Rébecca Loubet durch Prof. Bergmann (rechts), im Bild gemeinsam mit Prof. Steffens und Dr. Fröhlich vom Fraunhofer ITWM
© Koziel/RPTU
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