Verleihung des Preises des Freundeskreises der RTPU in Kaiserslautern 2025
Für vier Absolventinnen und fünf Absolventen der RPTU Kaiserslautern war der 18. Juni 2026 ein besonderer Tag. Der Freundeskreis der Universität würdigte ihre herausragenden Abschlussarbeiten mit einem Preis, den er jährlich an ausgewählten Wissenschaftsnachwuchs vergibt. Verbunden damit ist ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro für Dissertationen und 500 Euro für Masterarbeiten.

© Thomas Koziel
Da ein solches Ereignis einen Trommelwirbel verdient, brachte die fünfköpfige ruandische Trommelgruppe der RPTU zu Beginn der Veranstaltung in der Rotunde ein furioses Ständchen. „Die Gruppe steht für das internationale Gesicht der Uni“, sagte die Vorstandsvorsitzende des Freundeskreises Marlies Kohnle-Gros und übergab nach der Begrüßung der Gäste das Wort an Oberbürgermeisterin Beate Kimmel.
„Kaiserslautern befindet sich 2026 in einer besonderen Situation. Wir feiern die Verleihung der Stadtrechte vor 750 Jahren. Das tun wir das ganze Jahr über mit einem abwechslungsreichen Programm, um die vielfältigen Facetten unserer Stadt aufzuzeigen“, so Kimmel. Sie freue sich sehr, dass sich der Freundeskreis daran beteilige. „Das ist ein wichtiger Beitrag, das Wirken der RPTU in die Stadt zu tragen und auf die Bedeutung von Forschung und Lehre für die Zukunft aufmerksam zu machen.“
Der Vizepräsident der Universität Prof. Dr. Werner R. Thiel, der die Veranstaltung moderierte, betonte, dass die Preisträgerinnen und Preisträger für das breite fachliche Spektrum der RPTU stehen, das Technik, Naturwissenschaften, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften umfasst. „Sie alle haben in ihren Masterarbeiten und Dissertationen hervorragende Leistungen gezeigt, wissenschaftliche Ansätze weiterentwickelt und neue Erkenntnisse gewonnen, die teilweise internationale Beachtung finden.“
In alphabetischer Reihenfolge durften die sieben frisch gebackenen Doktoren und Doktorinnen sowie die beiden Master-Absolvent*Innen ihren Preis samt Urkunde aus den Händen des Vizepräsidenten entgegennehmen. Immer in Begleitung ihrer Professorin oder ihres Professors, die sie während ihrer Masterarbeit bzw. Dissertation betreuten und nun über die Forschungsinhalte berichteten. Dabei konnten die Gäste interessante Einblicke in verschiedene Fachdisziplinen und Forschungsergebnisse gewinnen.
So sei es Dr. rer. nat. Jan-Eric Bökenkamp im Rahmen seiner Doktorarbeit im Fachbereich Biologie gelungen, modernste computergestützte Datenanalyse mit molekular-biologischer Krebsforschung zu verbinden und damit neue Möglichkeiten für die Krebsbehandlung zu schaffen. Erkenntnisse, die bereits in renommierten Fachzeitschriften publiziert wurden.
Den Aspekt der Nachhaltigkeit hat die Architekturstudentin Svenja Anne Christine Brehm in den Fokus ihrer Masterarbeit gerückt. Die gestellte Aufgabe war ein „Haus für die Jugend“ am Standort des Klinikum Karlsruhe zu konzipieren und dabei zwei marode Schwesternheime zu nutzen. Brehm entschied sich gegen einen Abriss der Gebäude und setzte stattdessen darauf, vorhandene Materialien für das Jugendhaus zu nutzen. Im Sinne Klima und Ressourcen schonender Vorgehensweise und der notwendigen Kreislaufwirtschaft im Bauwesen. Mit ihrem Konzept setzte sie sich gegen 42 Mitbewerbende durch.
Mit einem erneuten Auftritt der ruandischen Trommelgruppe neigte sich die Preisverleihung durch den Freundeskreis der RTPU dem Ende zu. 1969 gegründet, setzt sich der Verein dafür ein, die Universität und die Studierenden auf vielfältige Weise zu unterstützen. Getreu seinem Motto „Wir fördern Erfolg“ stellt er finanzielle Mittel zur Verfügung, wo öffentliche nicht genügen – für Fachtagungen, kulturelle Veranstaltungen, Wettbewerbe, studentische Events und etliches mehr. „So haben wir seit 2020 die die Wissenschaftspreise des Freundeskreises für Abschlussarbeiten an der (RP)TU Kaiserslautern mit über 50 000 Euro gefördert“, stellte Marlis Kohnle-Gros die stattliche Bilanz der vergangenen fünf Jahre vor. Zusätzlich zu der Preisverleihung ein Grund, bei dem abschließenden Umtrunk mit Ausgezeichneten, ihren Familien, den Laudatoren und Gästen anzustoßen.

© Thomas Koziel
