Die Deutsche Physikerinnentagung erstmals an der RPTU
In der letzten Septemberwoche 2026 fand mit Unterstützung des Freundeskreises die 28. Deutsche Physikerinnentagung an der RPTU in Kaiserlautern unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Elke Neu-Ruffing statt. Der wissenschaftliche Fokus der Konferenz lag auf Festkörper- und Bio-Physik sowie Photonik und Quantentechnologien. Das Programm wurde ergänzt durch Veranstaltungen zu Karriere in der Industrie und Workshops zu sogenannten Soft Skills. Die Möglichkeit, Vertreter aus Industrie und Forschung zu treffen und sich zu vernetzen wurde vielfach genutzt. Die Tagung war mit fast 250 Teilnehmenden außerordentlich gut besucht, und bot mit 20 eingeladenen und 50 eingereichten Vorträgen sowie mehr als 50 Poster-Präsentationen ein sehr breites und hochkarätiges Programm. Das Video-Grußwort der Schirmherrin der Tagung, Bundesforschungsministerin Dorothee Bär, war ein besonderes Highlight. Die Ministerin hob die Bedeutung der Themen dieser Tagung für die Fachkräftegewinnung und die High-Tech Agenda Deutschland hervor.

Ein großer Teil der Teilnehmerinnen der 28. Deutsche Physikerinnentagung an der RPTU vor dem Tagungsgebäude auf dem Campus Kaiserslautern. Einige Kollegen aus dem Fachbereich Physik sind auch dabei.
© Christian Döring
Zum Abschluss der erfolgreichen Tagung gab es im sehr gut besuchten Audimax der Universität einen öffentlichen Abendvortrag von Frau Prof. Dr. Sibylle Günter (Direktorin am Max-Planck-Institut für Plasma Physik) zum Thema „Fusionsenergie – die Sonne auf die Erde holen“. In klassischen Kernkraftwerken (die in Deutschland nicht mehr in Betrieb sind) wird Energie durch die Spaltung schwerer Atomkerne erzeugt. Energiequelle der Sonne ist dagegen die Fusion (Verschmelzung) von leichten Atomkernen (meist Deuterium und Tritium) zu Helium Atomkernen. Diesen Prozess versucht man auf der Erde nachzubilden. Prof. Günter erläuterte sehr gut verständlich den Stand der Entwicklung der unterschiedlichen experimentellen Zugänge. Bei zukünftigen Fusionskraftwerken gibt es die Probleme der klassischen Kernkraftwerke (z.B. hohe Radioaktivität, Notwendigkeit der sicheren Lagerung der Abfälle für Tausende von Jahre) nicht. In den letzten Jahrzehnten wurden durch intensive Forschung viele Fortschritte erzielt. Dennoch wird es noch Jahrzehnte dauern bis Fusionskraftwerke einsatzbereit sind.
